Taeglich.me vom 8. Juli 2018:
Weltspiegel trotzt mit neuen Ideen dem bundesweiten Negativ-Trend

Foto: TME

Mettmann. Bundesweit ist wieder einmal ein deutlicher Rückgang bei den Kino-Besucherzahlen zu verzeichnen. Unser kleines Mettmanner Kino trotzt diesem Trend, indem man auf Kooperationen, Filmreihen und alternativen Content setzt. Von Philipp Nieländer

Bundesweit ist wieder einmal ein deutlicher Rückgang bei den Kino-Besucherzahlen zu verzeichnen. Unser kleines Mettmanner Kino trotzt diesem Trend, indem man auf Kooperationen, Filmreihen und alternativen Content setzt. 

 

Die Zeiten, in denen die Besucher scharenweise ins Kino strömten, ohne dass die Betreiber viel dafür tun mussten, sind lange vorbei. „Derzeit ist die Branche – wieder einmal im Wandel“, sagt Thomas Rüttgers, Geschäftsführer des Mettmanner Weltspiegel-Kinos. Deutschlandweit gab es zuletzt ein Besucher-Minus von 17 Prozent im ersten Quartal. „Der amerikanische Film ist nicht mehr so angesagt und der deutsche Film hat in den letzten Monaten so gut wie nicht stattgefunden“, analysiert der Kino-Chef, der angesichts solcher Zahlen froh ist, dass er in seinem Haus ein Besucher-Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte. Er weiß aber auch: Darauf kann und darf man sich nicht ausruhen.

Gemeinsam erreicht man mehr

Rüttgers und Theaterleiterin Anke-Simone Burkhardt setzen darum weiter auf alternativen Content und Kooperationen mit Mettmanner Vereinen und Institutionen – getreu dem Motto: Gemeinsam erreicht man mehr! Die Reihe „Kirche im Kino“ in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus, bei der im Anschluss an den Film gemeinsam darüber gesprochen wird, verzeichne stetig wachsende Besucherzahlen, so Rüttgers. Zuletzt seien rund 65 Besucher gekommen. Und auch die neue Reihe „Kunst im Kino“ in Zusammenarbeit mit dem Mettmanner Kunsthaus sei gut angelaufen. „Die wird auf jeden Fal fortgesetzt“, kündigt Rüttgers an. Auf diesem Weg kämen auch immer wieder neue Besucher, die noch nie im Weltspiegel waren, ins Kino. Er höre immer wieder mal den Satz „Ich wusste gar nicht, dass es hier ein Kino gibt …“

Royal Opera trifft Wacken

Auc der so genannte alternative Content ist Rüttgers wichtig. Hinter diesem Begriff verbergen sich zum Beispiel die Live-Übertragungen aus dem Royal Opera House in London. „Wir wollen in diesem Bereich aber auch etwas anderes als Klassik bieten“, so Rüttgers. Und so finden sich auf dem Spielplan unter anderem am 27. Juli, 20 Uhr, „Wacken 3D“ vom legendären Open-Air-Festival, am 29. Juli, 17 Uhr, das Maaastricht-Konzert 2018 von André Rieu oder am 16. August, 20 Uhr, ein Elvis-Konzert von 1968 – passend zum 41. Todestag des King of Rock. Elvis performt hier 90 Minuten lang nicht nur seine größten Hits – sondern zeigt sich in seiner besten Rolle: als er selbst, umwerfend und unvergleichlich. Exklusiv für das Kinoevent gibt es zusätzlich eine neu produzierte Einführung und Studiotour mit dem Original-Regisseur und -Produzenten des Specials, Steve Binder, sowie besonderen Gästen zu sehen. „Der alternative Content macht rund drei Prozent unseres Umsatzes aus“, verrät Rüttgers. Damit liege man deutlich über dem Bundes-Durchschnitt.

Berthold Brecht und die Maus

Theaterleiterin Burkhardt liegt in diesem Jahr Berthold Brecht besonders am Herzen. Um diesen „großen Deutschen“ zu würdigen und ihn auch jungen Menschen nahezubringen, führt das Mettmanner Kino „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ auf. „Das Thema ist heute noch so aktuell wie damals, als Brecht den Stoff schrieb“, so Burkhardt, die sich außerdem auch schon auf den Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ freut. Am 3. Oktober dürfen kleine Kino- und Maus-Fans wieder einen Blick hinter die Kulissen des Weltspiegels werfen. Anmeldungen sind über den WDR (hier) möglich.
Burkhardt hat außerdem ein Herz für alle Kinder, die in den Sommerferien nicht verreisen können. Statt der bekannten Ermäßigung von 50 Cent bezahlen alle Erziehungsberechtigten in den Ferien nur 6 Euro bei 2D- und 8 Euro bei 3D-Filmen.


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RP vom 6. Juli 2018:
Weltspiegel-Kino setzt auf Sonderveranstaltungen

Quelle: RP-online.de
Mettmann Die Reihen "Kirche im Kino" und "Kunst im Kino" werden fortgesetzt. Vereine können den Weltspiegel buchen. Von Christoph Zacharias

Weltspiegelchef Thomas Rüttgers und Theaterleiterin Anke-Simone Burkhardt gehen neue Wege, um ihr Kino noch attraktiver werden zu lassen. Und die Strategie, mit Sonderveranstaltungen Publikum ins Weltspiegel-Kino zu locken, gibt ihnen recht. "Während in Deutschland im ersten Quartal die Kinobranche 17 Prozent weniger Besucher und Umsatz verbucht hat, freuen wir uns über ein Umsatzplus von drei Prozent", sagt Rüttgers.

Was gibt's Neues im Weltspiegel? Am 27. September wird die Reihe "Kirche im Kino" fortgesetzt. "Die bisherigen Veranstaltungen - kürzlich lief ein Film über Papst Franziskus - waren ein Erfolg. Rund 65 Besucher sahen das Porträt. Ein Pfarrer gibt vor dem Film eine Einführung", sagt Burkhardt. Dazu wird ein Essen serviert. Ebenfalls auf dem Spielplan: Jeden 1. Dienstag im Monat läuft ein Film in der Originalversion. "Wünsche werden wir gerne berücksichtigen", so Rüttgers. Neu ist auch die Reihe "Kunst im Kino". Die erste Veranstaltung mit den Film "Paula" in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus kam gut an. Weitere Termine folgen. Rüttgers und Burkhardt werden die Live-Übertragungen fortsetzen: Am 16. August wird Comeback-Spezial über Elvis gezeigt. Es folgen Events aus der Royal Opera London im Oktober von "Mayerling" (Ballett 15. Oktober) und "Die Walküre" am 28. Oktober. Außerdem plant das Kino einmalige Sommerevents: Für Kinder und Jugendliche, die während der Ferien zu Hause bleiben, gibt es wochentags um 14.30 und 17 Uhr zwei Filmvorführungen zum Preis von 6 Euro. Mit Mettmann-Sport wird am 28. August um 17 Uhr der Film "Ferdinand" - es geht um Kinderrechte - gezeigt. "Natürlich werden wir uns auch am Weltkindertag im September beteiligen. Wir zeigen Samstag und Sonntag um 11 Uhr und 13 Uhr Kinderfilme für vier Euro", sagt Rüttgers. Der Weltspiegel plant zudem am Dienstag, 3. Oktober, ab 9.30 Uhr in Zusammenarbeit mit dem WDR einen "Maustürentag". Kinder haben die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Kinos zu schauen. Und: "Wir werden noch mehr als bisher Sonderveranstaltungen mit einem Wunschfilm anbieten", sagt Burkhardt. Das bedeutet: Vereine, Verbände und Freundeskreise können das Kino mit einem Wunschfilm buchen. "Wir machen fast alles möglich", sagt Burkhardt.
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Presseberichte zum Umbau:


RP vom 3. Dezember 2016:

Die Stühle für den Star-Wars-Start stehen

Foto: DJ / Quelle: RP-online.de

Mettmann. Das "Weltspiegel" soll am 15. Dezember mit "Star Wars" an den Start gehen. Gestern sind die Stühle in Kino 1 befestigt worden. Von Christoph Zacharias

Thomas Rüttgers wirkt relativ entspannt. In zwei Wochen will er zusammen mit Wolfgang und Anke-Simone Burkhardt das "Weltspiegel" in der Mettmanner Oberstadt eröffnen. Das altehrwürdige Kino an der Düsseldorfer Straße wurde total umgebaut und modernisiert. Derzeit wird im "Weltspiegel" - der Traditionsname wird beibehalten - kräftig gearbeitet. Gestern befestigten Arbeiter die Stühle im Kino 1.

Dort startet am 15. Dezember um zwei Minuten nach Mitternacht (Premierenstart in Deutschland) der neue "Star Wars"-Film. Bis dahin soll alles "spielbereit" sein, sagt Rüttgers. Die 16 Decken- und 10 Seitenlautsprecher sind bereits installiert und ausgerichtet. Sie werden Ende nächster Woche von einem Dolby-Klangexperten abgenommen. Eine dunkle Wandverkleidung und die roten Stühle vermitteln bereits ein tolles Kinogefühl.

Im Innenbereich hat sich viel verändert. Die Säle sind gedreht, die Leinwände werden - deutlich größer als vorher - an den früheren Seitenwänden angebracht. Dazu gibt es für die Besucher mehr Beinfreiheit. Nicht nur eine attraktive Filmauslese, sondern auch die 64-Kanal-Dolby-Surround-Anlage soll dafür sorgen, dass an ein Nickerchen im Kinosessel dennoch nicht zu denken ist. Hinzu kommen noch "Recliner Sessel", in denen man sich je nach Action-Level in Bewegung bringen lassen kann. In allen Kinosälen existieren Tribünen. Das bedeutet: Kein Vordermann versperrt den Blick auf die Leinwand. Teppichboden wird es nicht mehr geben, sondern ein schöner Vinylboden wird verlegt. Etwa 900.000 Euro haben die Betreiber investiert, um aus dem Lichtspielhaus ein Kino mit moderner Technik und hohem Komfort zu machen. Es wird drei Kinosäle geben: Kino 1, Kino 2 und Kino 3. Die beiden Kinos 1 und 2 verfügen über 136 beziehungsweise 134 Plätze. Im Kino 3 finden 44 Kinobesucher Platz. Im Kino 3 fehlt lediglich die Leinwand. Sie soll in der nächsten Woche installiert werden. "Wir haben ein besonderes Licht. Es kann je nach Film und Stimmung in unterschiedlichen Farbtönen leuchten", sagt Rüttgers. Er ist Optimist und hofft das Kino 2 auch bis zum 15. Dezember an den Start zu bringen. Dort muss noch einiges passieren, bis es heißt "Film ab". Der Kassen- und Thekenbereich soll Ende nächster Woche fertig sein.
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Schaufenster Mettmann vom 2. Dezember 2016:

Das modernste Kino in der Umgebung

Foto: Felix Förster / Quelle: Schaufenster-Mettmann.de

Mettmann. Auch wenn man es den Beiden nicht ansieht, Anke-Simone Burkhardt und Thomas Rüttgers sind geschafft. "Wenn der reguläre Kinobetrieb am 15. Dezember mit der Mitternachtsvorstellung vom neuen Star Wars um 0.02 Uhr anfängt, sind wir erleichtert." Von Felix Förster

Die zukünftige Theaterleiterin und der Geschäftsführer des Weltspiegel Kinos auf der Düsseldorfer Straße haben anstrengende Wochen und Monate hinter sich. Das Traditionslichtspielhaus wurde einer Kernsanierung unterzogen, damit es in knapp zwei Wochen als eines, wenn nicht das modernste Kino der Umgebung wiedereröffnen kann. Dass dies so sein wird, konnten Skeptiker kaum glauben und immer noch gibt es genug Zeitgenossen, die vor der historischen Fassade stehen und nicht erahnen, was innen entsteht.

"Wir hatten schon befreundete Kollegen von anderen Spielhäusern hier, die völlig begeistert waren, welches Raumwunder dieses alte Gebäude ist", sagt Anke-Simone Burkhardt. Und wirklich, das alte Gebäude, das früher einmal einen großen Festsaal für 500 Gäste beherbergte, wird nach der Neueröffnung drei ultramoderne Kinosäle bieten, in denen neben modernster 3D-Technik, einer Dolby-Atmos Soundanlage auch 4D-Sessel auf die Besucher warten. Allein in Saal 1 werden dann 16 Deckenlautsprecher, 24 Surroundboxen und bewegbare Stühle in der letzten Reihe installiert sein. "Wir haben die Kinosäle zudem gedreht und durch die Sitzanordnung kann jeder Filmfreund gewiss sein, dass ihn kein Sitzriese im Kinovergnügen einschränken wird", sagt Thomas Rüttgers. "Selbst in Düsseldorf finden Sie so etwas nicht!"

Noch wird hier gewerkelt und gebaut: Kinosaal 1 und 3 sehen fast fertig aus, doch in Saal 3 ist der Eindruck noch nicht so. Da fragt man sich als Betrachter schon, ob das in zwei Wochen zu schaffen ist. Ist es, wie Rüttgers und Burkhardt betonen. "Trotzdem müssen wir sagen, dass fast täglich irgend etwas passiert ist, womit man nicht rechnen konnte", sagt Rüttgers. So sind die Zeitpläne etwas durcheinander gekommen und der Eröffnungstermin hat sich bis in den Dezember verschoben. Kino 1 sollte schon längst fertig sein, kleinere und größere Probleme haben dies jedoch verhindert. "Doch zur großen Eröffnung am 13. Dezember mit geladenen Gästen sind wir bereit", sagt Thomas Rüttgers.

Eine hohe Hürde steht dem Mettmanner Kino und seinen Betreibern jedoch noch bevor. In der kommenden Woche gibt es die wichtigsten Abnahmen. Dann ist unter anderem die Feuerwehr da und prüft alles. "Wir hoffen, alles klappt", sagt Anke-Simone Burkhardt und wenn dem dann so sein sollte, können ab Freitag offiziell Karten verkauft werden. Auch die Geschenkgutscheine sind dann erhältlich, bisher hat das Schaufenster Mettmann den Verkauf übernommen - übrigens unter großer Nachfrage. Gezeigt werden in der ersten Woche übrigens neben "Rogue One: A Star Wars Story", die Komödie "Willkommen bei den Hartmanns" und der Animationsfilm "Sing".
Zum Artikel auf Schaufenster-Mettmann.de.


Schaufenster Mettmann vom 11. November 2016:

Für den neuen Star Wars-Film ins Weltspiegel

Rund 900.000 Euro kostet der Umbau des Mettmanner Weltspiegels, am 15. Dezember feiern Anke-Simone Burkhardt (Theaterleitung) und Thomas Rüttgers (Geschäftsführer) die Eröffnung. Foto: nic / Quelle: Schaufenster-Mettmann.de

Mettmann. Gute Nachrichten für Kinofans: Der Umbau des Mettmanner Weltspiegel-Kinos geht mit großen Schritten in seine Endphase. Wenn alles glatt geht, öffnet das Filmtheater am 15. Dezember - pünktlich zum Start von "Rogue One: A Star Wars Story". nic

Noch wird derzeit fleißig gewerkelt, gehämmert und gebohrt. Kino 3 ist schon fast fertig und die beiden großen Kinosäle 1 und 2 nehmen langsam aber sicher Gestalt an. Ein achtköpfiges Team wird sich mit Start des Kinobetriebes in Zukunft um die Besucher kümmern. Stilecht wird es Popcorn, Nachos und Slushy-Eis geben und - das wird vor allem die ältere Kinogeneration freuen - vor Filmbeginn wird der beliebte Eismann mit seinem Bauchladen durch die Reihen gehen. "Wir haben lange darüber nachgedacht und uns auch mit vielen Mettmannern darüber unterhalten. Am Ende sind wir darüber überein gekommen, dass der Eismann einfach nicht fehlen darf", so Anke-Simone Burkhardt, Theaterleitung.

Zum Kinoprogramm ab Dezember kann im Moment so viel gesagt werden: Es werden natürlich aktuelle Filme gezeigt - vornehmlich in den beiden großen Sälen. In Kino 3 möchten die Betreiber Programmfilme für den anspruchsvollen Cineasten anbieten und natürlich auch Angebote für Kinder und Senioren. "Das liegt uns sehr am Herzen. Gerade die älteren Besucher nutzen den Kinobesuch für soziale Kontakte und eine willkommende Abwechslung ihres Alltages."
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RP vom 10. November 2016:

Weltspiegel-Kino startet Mitte Dezember

Foto: Achim Blazy / Quelle: RP-online.de

Mettmann. Derzeit wird mit Hochdruck an der Düsseldorfer Straße in Mettmann gearbeitet. Investitionsvolumen: 900.000 Euro. Von Christoph Zacharias

Im Weltspiegel-Kino an der Düsseldorfer Straße laufen die Arbeiten auf Hochtouren. 20 Handwerker bauen das gesamte Kino derzeit um, ab der nächsten Woche werden 40 Arbeiter am Start sein, sagt Thomas Rüttgers, der zusammen mit Wolfgang Burkhardt und Anke-Simone Burkhardt das neue Weltspiegel-Kino leiten wird. Etwa 900.000 Euro haben die Betreiber investiert, um aus dem altehrwürdigen Lichtspielhaus ein Kino mit moderner Technik und hohem Komfort zu machen.

Es wird drei Kinosäle geben: Kino 1, Kino 2 und Kino 3. Die beiden Kinos 1 und 2 verfügen über 136 beziehungsweise 134 Plätze. Im Kino 3 finden 44 Kinobesucher Platz.

"Die Außenfassade und die Schaukästen bleiben unverändert. Wir wollen die Tradition bewahren", beruhigt Rüttgers die Gemüter derjenigen, die eine Verwandlung des alten Gemäuers in ein Multiplexkino befürchten...
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RP vom 27. September 2016:

Kino-Profi übernimmt das Lichtspielhaus

Foto: Dietrich Janicki / Quelle: RP-online.de

Mettmann. Das Mettmanner Weltspiegel-Kino? Es ist eine Jahrhundertgeschichte mit vielen kleinen und großen Episoden. Nun hat mit Thomas Rüttgers ein neues Kapitel in der Mettmanner Kinogeschichte begonnen. Von Sabine Maguire

Und wenn man ihm zuhört, gelangt man schnell zu dem Eindruck: Wenn es einer schaffen kann, in die großen Fußstapfen der Gründerfamilie zu treten, dann ist er es. Denn auch in der Familie des neuen Weltspiegel-Betreibers dreht sich seit Jahrzehnten eigentlich alles ums Kino. Wenn auch mit einem etwas anderem Fokus, denn schon der Vater - und mittlerweile längst auch der Sohn - haben sich der Kinotechnik verschrieben. Da gibt es also durchaus Parallelen zur Familiengeschichte der Rosslenbroichs und für Margarete Papenhoff war bald schon klar: So kann aus einem Ende ein guter Anfang werden. "Wir waren anfangs überrascht von dem Interesse, aber irgendwann ist es dann konkret geworden", erinnert sie sich.
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Von dessen Leidenschaft soll nun das moderne Kino - das spätestens im Dezember seine Türen öffnen wird - im besten Sinne profitieren. Der neue Betreiber hat Visionen, die zu einem kleinen, gemütlichen Filmtheater passen. Jedenfalls soll es inmitten modernster Technik so weiterlaufen, wie es die Mettmanner von ihrem Kino gewohnt sind: Beschaulich, familiär und mit möglichst viel Nähe zu den Besuchern - von denen sich Thomas Rüttgers wünscht, dass sie mitreden bei der Frage danach, wie und mit welchen Angeboten es zukünftig in der Düsseldorfer Straße weitergehen soll.
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RP vom 25. August 2016:

Kino bleibt Großbaustelle 
Foto: Dietrich Janicki / Quelle: RP-online.de

 
Mettmann. Die Technik wird erneuert, das Foyer breiter. Ein Brandschutzgutachten gibt es bereits. Die Eröffnung soll am Jahresende stattfinden. Von Sabine Maguire 

Noch vor Wochen waren die Mettmanner mit dem Werkzeugkasten angerückt, um die Kinosessel abzuschrauben. Damals hatte Thomas Rüttgers selbst mit angepackt und so die Gelegenheit genutzt, um sich bei dem einen oder anderen Cineasten schon mal in ein gutes Licht zu rücken. Gemeinsam mit seinem Partner Wolfgang Burkhardt wird er zukünftig die Fäden im altehrwürdigen Weltspiegel-Kino in den Händen halten.

"Mittlerweile haben wir auch die Wände rausgerissen", gibt er einen Einblick in all das, was sich derzeit hinter verschlossenen Türen tut. Dazu gehört auch, dass die Holzböden im Container gelandet sind - obwohl das eigentlich gar nicht geplant war. "Da war der Wurm drin. Damit hatten wir nicht gerechnet", spricht Thomas Rüttgers von Überraschungen, mit denen vermutlich bei einer solchen Umbaumaßnahme immer zu rechnen ist.
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RP vom 17. Mai 2016:

Kino auf dem Weg zurück in die Zukunft

Mettmann. Im Jahr 1972 haben Margarete Papenhoff und Gabriele Rosslenbroich das Weltspiegel-Kino in Mettmann übernommen. Nach 44 Jahren ziehen sich die beiden Geschwister zurück und machen den Weg frei für einen Neuanfang. Von Oliver Wiegand

Von außen steht immer noch "Lichtspiel-Haus" am Weltspiegel Kino in Mettmann. Mit dem Namen können viele heute nichts mehr anfangen. Lichtspiel-Haus - das klingt nach längst vergangenen Zeiten. Als sich die Leute noch keinen Fernseher hatten, die Filme nicht mal Ton - und im Saal noch ein Klavierspieler die Schwarz-weiß-Streifen begleitete.

In den vergangenen Monaten haben die beiden Kino-Betreiberinnen Margarete Papenhoff und ihre Schwester Gabriele Rosslenbroich lange überlegt. "Wir haben uns nun entschlossen, das Kino zu vermieten", sagt Margarete Papenhoff. Der neue Betreiber, Thomas Rüttgers, kündigte an, dass auch nach der umfassenden Sanierung das im Jahr 1907 gegründete Kino weiterhin den Namen "Lichtspiel-Haus" an der Außenfront tragen wird. "Wir wollen die Tradition bewahren", sagt Rüttgers, der das Weltspiegel-Kino jetzt gemeinsam mit seinem Projekt-Partner Wolfgang Burckhardt übernommen hat. Mehr als 500 000 Euro investieren die beiden in die Neugestaltung der Technik. Dabei bleibt es aber nicht. Auch die Kinosäle werden umfassend renoviert. "Die Säle werden gedreht", sagt Rüttgers. Die Leinwände, deutlich größer als vorher, werden an der jetzigen Seitenwand angebracht. Dazu erhalten die Besucher in den neuen sehr komfortablen Sitzen deutlich mehr Beinfreiheit.

Bis zu 1,80 Meter soll der Abstand zum Vordermann reichen. "Es gibt Sessel, die können sie wie im heimischen Wohnzimmer nach hinten klappen", sagt Rüttgers. Sogar die Beine kann man dann noch gemütlich auflegen. Damit man aber nicht einschläft, dafür sorgt eine 64-Kanal Dolby Surround-Anlage. "Wenn es im Film regnet, denken Sie, Sie werden wirklich nass, so realistisch ist das", sagt Rüttgers. Richtig realistisch soll das Kino-Erlebnis auch in den "Decliner-Sesseln" werden, von denen etwa zehn Stück pro Saal in den hinteren Reihen aufgestellt werden. Die Sessel arbeiten mit kleinen Elektromotoren und können so sehr hautnah simulieren, was gerade an Action auf der Leinwand abgeht. Die Umbauarbeiten werden einige Wochen in Anspruch nehmen.

Für den September ist aber bereits die Wiedereröffnung geplant. Umgebaut wird auch das Foyer. Es soll zwei Meter breiter werden. Gemeinsam mit den bis zu den Boden reichenden Türen ergibt sich so ein Treffpunkt, wo man vor und nach dem Film noch etwas plauschen kann. Der größte Saal hat 148 Plätze, ins Kino 2 passen 128 Gäste und im kleinsten Saal haben 44 Besucher Platz. In der Bilanz macht das etwa 130 Plätze weniger als früher (von 450 auf 320).

"Aber dafür haben es die Gäste jetzt sehr viel bequemer", sagt Margarete Papenhoff. Die Vermietung des Kinos hat sie sich mit ihrer Schwester Gabriele Rosslenbroich gut überlegt. Thomas Rüttgers, kennen die beiden schon seit Jahrzehnten. Rüttgers und sein Projekt-Partner kommen aus der Kino-Branche. Sie vertreiben und verkaufen die Technik, die ein Kino heute so braucht. Für die Unternehmer ist das Mettmanner Kino daher auch so etwas wie ein Vorführmodell, das wie im Autohaus immer die beste Sonder-Ausstattung hat. Die Sitze, in denen man quasi im Film mitschwebt, sind die ersten Modelle, die es rund um Düsseldorf überhaupt gibt. Dazu kommt die neue 3-D-Anlage, die aufgrund der hohen Lichtstärke deutlich schärfere Bilder liefert, als das bisher genutzte Modell.
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RP vom 13. Mai 2016:

Weltspiegel-Kino wird vermietet

Mettmann. Nach mehr als 44 Jahren machen Margarete Papenhoff und Gabriele Rosslenbroich im Weltspiegel-Theater in Mettmann Schluss. "Wir haben das Kino vermietet", sagte Margarete Papenhoff gestern. Am 30. Juni schließt das Kino. Von Oliver Wiegand

"Aber nur für wenige Wochen", sagt Thomas Rüttgers. Der Düsseldorfer Unternehmer betreibt eine Firma für Kinotechnik und hat vor, das Weltspiegel-Kino umfassend zu modernisieren. Rüttgers möchte mit seinem Partner Wolfgang Burkhardt deutlich mehr als 500.000 Euro in Mettmann investieren. Die Zahl der Sitze soll sich in den drei Sälen von 450 auf etwa 320 reduzieren. "Es wird alles viel moderner und größer", sagt Rüttgers. Die Kino Besucher werden deutlich mehr Beinfreiheit haben und in bestimmten Bereichen gibt es Sessel, bei denen man die Lehne nach hinten stellen kann. Darüber hinaus wird es deutlich größere Leinwände geben, als bislang. Hinzu kommt eine 64-Kanal-Dolby-Surround-Anlage. Wer Filme in 3D sehen möchte, wird über die neue Qualität staunen. Als besonders Highlight werden so genannten "Recliner-Sessel" angeboten. Wer dort Platz nimmt, kann bei Star-Wars im All schweben oder wird bei wilden Verfolgungsjagden mitgeschüttelt.

Margarete Papenhoff und Gabriele Rosslenbroich behalten das Kino in Ratingen. In Mettmann werde es aber jetzt Zeit für einen Generationenwechsel.
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Bei Kauf einer Kinokarte kann die Tiefgarage des Evangelischen Krankenhauses, Gartenstraße 4-8, kostenfrei genutzt werden. Das Parkticket wird im Kino entwertet.

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